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Erste urkundliche Erwähnung

Luftbildaufnahme von Staffort um 1910


aus: "Erinnerungen an die Vergangenheit“
von Hanna Heidt

Der Speyerische Einfluss war damals wohl der stärkste auf der Hardt. Der Bischof von Speyer war am Ende des Hochmittelalters Landesherr für viele Hardtorte und so auch für Staffort. Er belehnte Adelige mit „Dorff, Burgstadel und Vare zu Staffurt.” Der Dienstmann der Speyerer Bischöfe wohnte als Einziger in einem steinernen Haus. Er hatte ursprünglich seinem Herrn ähnliche Dienste zu tun, wie sie heutzutage der Wachtmeister der Landespolizei zu erfüllen hat. Er hatte in seinem Dienstbezirk für die öffentliche Ruhe und Sicherheit zu sorgen, aber daneben auch die Abgaben der Bauern zu überwachen und notfalls einzutreiben.


Wenn der bischöfliche Beamte zu Pferd in einem Dorfe erschien, ging der Zuruf der Bauern von Hof zu Hof: „Der Ritter von Staffort ist da”. Diese Bezeichnung „Ritter von Staffort” wurde im Laufe der Zeit in Verbindung mit dem Taufnamen zu einem Titel. Der Dienstsitz dieses Ritters war das spätere Schloss Staffort. Der letzte, Gerhard von Staffort, war eigentlich nicht mehr Ritter, vielmehr blieb er zeitlebens ein Edelknecht im Dienste des Markgrafen. 1388 gingen die Burg und die Hälfte des Vorhofes in die Hände des markgräflichen Amtmannes über. Das Stafforter Schloss war fortab nur noch herrschaftlicher Amtssitz, freilich ohne besondere strategische Bedeutung. Im Jahre 1397 erhielt dieses Lehen Gerhard Conczmann von Staffort, der allerdings 1421 schimpflich entlassen wurde. Im Jahre 1424 aber belehnte der Bischof zu Speyer den Markgrafen Jakob von Baden mit dem Schloss Staffort. Seitdem ist das Dorf in badischem Besitz geblieben, zumal außer dem Schloss auch noch das Patronatsrecht über die Pfarrei in markgräfliche Hand überging.


Erste urkundliche Erwähnung
Das Stafforter Schloss
nach oben Copyright Thomas Reiff